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Aus den Gesellschaften

Erfolgreiche „Zukunftswerkstätte“ des Bistums

Würzburg, 19.05. 2025. Unter dem Motto „Starke Persönlichkeiten hinterlassen Spuren“ hat man an der Fachakademie für Sozialpädagogik (FakS) St. Hildegard in Würzburg am Donnerstag, 15. Mai 2025, das 80-jährige Bestehen der Einrichtung der Caritas gefeiert. Würzburgs Bischof Dr. Franz Jung bezeichnete die Fachakademie als „Zukunftswerkstätte“.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Verantwortliche aus Kirche und Gesellschaft hatten sich zum Jubiläum der FakS St. Hildegard in der Aula versammelt, um auf 80 erfolgreiche Jahre zurückzublicken. Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die Oberzeller Franziskanerinnen 1945 in der Würzburger Peterpfarrgasse Lehrgänge zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen und Handarbeitslehrerinnen angeboten, „Kindergärtnerinnen und Hortnerinnenseminar“ lautete alsbald der erste offizielle Name. Ein halbes Jahrhundert lang kümmerten sich die Schwestern um die Ausbildung junger Erziehender. Im Jahr 2000 übernahm zunächst der Caritasverband für die Diözese Würzburg und 2005 schließlich dessen Caritas-Schulen gGmbH die Trägerschaft.

Gratulation des Bischofs

Deren Geschäftsführer Rudolf Hoffmann erklärte, dass man, neben fachlicher Ausbildung, junge Menschen befähigen wolle, „ihren eigenen Weg zu gehen“. Dabei wolle man „Spuren in ihren Herzen hinterlassen“. Bischof Dr. Franz Jung betonte: „Die Fachakademie St. Hildegard gehört zu den Zukunftswerkstätten unseres Bistums. Darauf bin ich stolz und als Bischof sehr dankbar.“ Mit ihrer Caritas wolle die Kirche verlässlicher Bildungspartner sein. Der Bischof verwies auf die Heilige Hildegard von Bingen und darauf, dass sich persönliche Charismen im Dienst am Anderen gestalteten. Es gelte „die Wege zu kennen“, sagte er mit Blick auf die Hauptschrift der Schulpatronin, der Heiligen Hildegard von Bingen, und Glaube, Beziehungen und Verantwortung zu leben.

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Bayerns Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, erklärte per Videobotschaft, dass Erziehende von morgen begleitet, gefordert und gefördert werden müssten. Ihr Wirken trüge zu einer inklusiven und starken Gesellschaft bei. Der FakS St. Hildegard wünschte sie: „Alles Gute für die nächsten 80 Jahre“. Dem schloss sich Unterfrankens Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer an, die mit Blick auf die Schulgründung der Schwestern nach dem Zweiten Weltkrieg die Arbeit von Frauen in der Nachkriegszeit würdigte. Weizendörfer verwies auf den gestiegenen Fachkräftebedarf im Erziehungsbereich und richtete dabei ihren „besonderen Dank“ an die Caritas als Schulträger. Seitens der Stadt Würzburg lobte die Dritte Bürgermeisterin Judith Roth-Jörg das Angebot der Einrichtung.

Christliches Menschenbild vermitteln

Nach einem Singspiel von Mädchen und Jungen des benachbarten Hauses für Kinder St. Hildegard der Caritas, blickte die Oberzeller Franziskanerin Dr. Katharina Ganz zunächst auf die Geschichte ihres Ordens an der FakS St. Hildegard. Vor allem Schwester Agnes Schäfer, von Beginn bis 1981 Leiterin der Schule, habe ihre Spuren hinterlassen, so die Generaloberin. Stets seien die Schwestern auch um die Vermittlung des christlichen Menschenbildes bemüht gewesen, erklärte die Theologin. In einer heute zunehmend von Kriegen, der Macht des Stärkeren und Künstlicher Intelligenz dominierten Welt, seien gute Vorbilder weiter wichtig. Mehr denn je seien Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen gefragt, die junge Menschen auf ihrem Weg positiv bestärkten. Es gelte die christliche Botschaft auch in Zukunft weiterzutragen, betonte Ganz.

Wie prägend die Zeit an der FakS St. Hildegard sein kann, wurde durch kurze Videoeinspieler ehemaliger Schülerinnen und Schüler deutlich.  Da fielen Begriffe wie Menschlichkeit, Unterstützung und Perspektive; es war von einer „wertvollen Ausbildung“ und von „Menschen im Mittelpunkt“ die Rede. In der Spielszene „Zeitmaschine“ setzten Schülerinnen und Schüler starke Persönlichkeiten wie die Heilige Hildegard von Bingen in Szene. Begleitet wurde die Veranstaltung durch unterschiedlich Musikgruppen der Schule sowie Moderationen von Lehrerin Elke Besler und Schülersprecher Luque Sánches-Valdés. Mit einem Dank von Akademiedirektor Thomas Steigerwald, der auf den durch die Oberzeller Franziskanerinnen begonnenen „guten Geist“ hinwies, der bis heute im Haus wirke, ging die Jubiläumsfeier zu Ende.

 Anna-Lena Herbert

Zum 80. Jubiläum hatte man an der FakS St. Hildegard bereits am 29. März zu einem gut besuchten Tag der offenen Türe eingeladen. Zudem hat am 13. Mai ein Themenabend zu „Hinfallen, aufstehen, Käppi richten, weitergehen ...? – Umgang mit Krisen und Rückschlägen" stattgefunden. Rund 200 Gäste, zumeist Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, waren in die Schulaula zum Vortrag von Mentaltrainer Sebastian Wächter gekommen. Der erzählte an dem von Lehrerin Elke Besler moderierten Abend davon, wie er sein Leben, das er seit einem Unfall im Rollstuhl führt, durch Optimismus, Pragmatismus und unter Nutzung eigener Ressourcen selbstbestimmt gestalte. Um Krisen zu überwinden seien Annehmen der Situation, Fokus auf das Positive und Verantwortngsübernahme nötig, so Wächter. Er betonte, wie wichtig Resilienz sei, die Kraft besondere Belastungen auszuhalten. Fragen aus dem Publikum oder das Thema, wie Erziehende zum Heranwachsen resilienter Kinder beitragen können, beantwortete er mit Verweisen auf Selbstwirksamkeit, tragfähige Beziehungen und Werthaltungen.